Geschichte

  • Staatsform: Präsidentielle Demokratie
  • Hauptstadt: San José
  • Amtssprache: Spanisch
  • Einwohnerzahl: 4,7 Millionen
  • Fläche: 51.100 km²
  • Währung: Colón
  • Regierungschef: Luis Guillermo Solís
  • Religionen: Katholisch (ca.76,3%), Evangelisch (13,7%), sonstige (10%)

Von der ersten Besiedelung bis zur Unabhängigkeit

Costa Ricas Besiedelung und die Eroberung durch Spanien

Zwischen 12000 und 8000 vor Christus dokumentierte man die ältesten archäologischen Funde für die Besiedelung Costa Ricas. Als die Spanier im 16. Jahrhundert Costa Rica erreichten, lebten vermutlich 400.000 Menschen dort. Zwar traf 1502 bereits Christoph Kolumbus in Costa Rica ein, zur ersten Erkundung kam es jedoch erst einige Jahre später unter Diego de Nicuèsa . Unter dem Namen der spanischen Krone wurde zwischen 1519 und 1523 die Mehrheit Costa Ricas eingenommen. Kolumbus nahm an dort mineralische Rohstoffe und Edelmetalle zu finden und vergab den Namen Castillo de Orò. Es kam zur systematischen Kolonialisierung, Cartago wurde gegründet und blieb bis 1823 Hauptstadt. Die Spanier manifestierten ihre Herrschaft in Costa Rica allerdings blieb dieses eine unterentwickelte Kolonie, da sich Kolumbus Annahmen leider nicht bestätigen.

Die Unabhängigkeit

Costa Rica erlangte am 15. September 1821 die Unabhängigkeit von Spanien als Kolonialmacht. In der Historie konnte man lediglich zwei Gewaltperioden festhalten, die der Demokratisierung im Wege standen, sodass man für Mittelamerika von einer Erfolgsgeschichte reden konnte. Während dem autoritären Präsidenten Leon Cortes Sympathien für den Nationalsozialismus vorgeworfen gab es Streitigkeiten um einen deutschen Einwanderer, namens Max Effinger, der für Cortes das Amt des Direktors für öffentliche Arbeiten ausübte. Cortes Nachfolger Rafael Calderon Guardia führte Costa Rica zu einem außenpolitischen Wandel und orientierte sich seit dem zunehmend an den USA. Der Angriff auf Pearl Harbour veranlasste Costa Rica als erster mittelamerikanischer Staat in den Zweiten Weltkrieg ein. Es fand eine Überwachung japanischer, italienischer und deutscher Bürger statt während man dessen Vermögen unter staatliche Kontrolle stellte.

Costa Ricas Wirtschaftsstruktur

Costa Ricas Marktwirtschaft wird allgemein als offen und exportorientiert bezeichnet. Zwar haben Kaffee und Bananen als Exportgüter an Bedeutung stark einbüßen müssen, dennoch bleibt aber die Landwirtschaft hinter dem Tourismus und den Exportgütern der Computerindustrie wichtigste Einnahme des Landes. Trotzdem werden die anhaltenden Haushaltsdefizite aller Voraussicht nach weiter steigen, sodass die geplante Steuerreform eine der größten Herausforderungen der heutigen Regierung darstellt.

Geografische Lage

Costa Rica ist ein zentralamerikanischer Staat, der südlich von Nicaragua und nördlich von Panama liegt, westlich durch den Pazifik sowie östlich durch die Karibik begrenzt ist. Zum einen gibt es viele noch immer aktive Vulkane, aber eben auch einige bereits erloschene. Die häufigsten besuchten Vulkane sind der Irazù (3432), der Arenal (1633) und der Vólcan Poás (2704). Der höchste Berg ist der Chirripó Grande, er misst 3220 Meter.